6.7 war nicht nur ein Jugendtrend – auch in der Schulbücherei gibt es die Zahlenkombination. Beim Umsortieren haben das die Schülerinnen und Schüler der Medien-AG gemerkt. Aber ganz von vorne…
In der Schülerzeitungsredaktion IGS Press schreiben wir jeden Dienstag während der Medien-AG tolle Artikel. Wir sind aktuell elf Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 8. Klasse und zwei Lehrerinnen. Wir schreiben Artikel, designen Plakate oder recherchieren im Internet. Meistens sind wir in der Schulbücherei.
Wenn man reinkommt, fühlt man sich sofort wohl, weil es meist schön warm ist und man sich auf den zwei roten Sofas kuschelig, gut fühlt. Man hört das Gerede der Freundinnen und Freunde und sogar Gelächter.
Letzte Woche haben wir mal etwas anderes gemacht: Es ging um die Bücherei. Wir haben ein ganzes Buchregal mit Sachbüchern ausgeräumt und sie in das vordere Regal direkt hinter dem roten Sofa wieder einsortiert. Alle Sachbücher haben eine Signatur, das ist eine Nummer, mit der man das Thema des Buches erkennen kann, zum Beispiel Tiere und Natur oder Geschichte und Wirtschaft. Auch die Signatur 6.7 ist dabei!
Sachbücher, Romane, was?
Alexander hat über die Umräumaktion eine kleine Reportage geschrieben (die Namen sind von der Redaktion geändert ;-):
Manche machen Witze, manche sind ernst. Tom, einer der älteren Schüler, steht am Buchregal und gibt Anweisungen: „Leg das Buch dorthin!“ Oder er fragt in die zusammenstehende Runde: „Wieso macht ihr nichts? Wo bleibt ihr denn?“ Lina schreit: „Hier ist die Nummer 6.6“! Am anderen Tisch schreiben Martin und Marta währenddessen ein Interview von der Sprachaufnahme am iPad ab.
Tom: „Kümmert euch mal um 6.8″! Dann Tumult. Die Lehrerin sagt bestimmt: „Leiser!“ Nun gehen alle wieder an der Arbeit. Martin geht seine Flasche auffüllen. Tom macht weiter Witze. Martin muss auf die Toilette und „klaut“ den Schlüssel der Lehrerin. Sie ermahnt ihn: „Komm, schreib jetzt dein Interview weiter!“ „Aber ich muss…“, erwidert er. Natürlich darf er aufs Klo.
„So viel 6.7!“, sagt Tom
Auf der roten Bücherei-Couch liegen Bücherstapel sortiert nach den Signatur-Nummern 6.5, 6.6, 6.7, 6.7, 6.5, 6.7, 6.7, 6.7. Martin kommt vom Klo. Beim Umsortieren fällt Tom auf: „So viel 6.7!“ Hildegard sortiert mit Tom die Bücher. Die Lehrerin erklärt die Sortierung und zeigt Johannes: „So macht man das. Könntest du das bitte übernehmen? Tom, ihr alle könnt das so machen.“ Johannes sortiert die 6.5-Bücher ein. Die Lehrerin wiederholt noch einmal, fröhlich, aber streng: „Sortiert die Bücher lieber so, dass die Zahlen aufsteigen von der kleinsten zur größten Zahl. Tom, schau, lieber so“. Tom und die Lehrerin sortieren die Bücher ein.
Die Lehrerin geht zum nächsten Regal und ruft: „Ich brauche hier ein bisschen mehr Personal“. Martin stolziert vor die Lehrerin. Tom: „Legt die Bücher dorthin, den Rest mache ich!“ Wieder die Lehrerin: „Das Buch kommt zu den Romanen, Hildegard. Hier nur die 6.6! Macht ihr hier nicht mehr mit? Habt ihr 6.7 fertig? Kommt, ich will vor 16 Uhr fertig sein.“ Der Marathon geht weiter. Joshua: „Ich mache die Kochbücher!“ Wieder Tumult. Die Lehrerin: „Nee, nee, nee. Hildegard und Martin, lasst die mal dort auf dem Stapel, sie haben keine Signatur-Nummer. Die müssen wir noch beschriften.“ Die Medien-AG kommt ins Schwitzen. Am Ende haben die Sachbücher ihren neuen Platz gefunden und es ist Zeit, nach Hause zu gehen.
Text und Fotos von Alex




